Multifunktionales Transitmanagement für die A 10

Innovative Maßnahmen und intelligente Verkehrssteuerung für besseren Verkehrsfluss und Entlastung der Gemeinden

Die A 10 Tauern Autobahn zählt zu den am höchsten belasteten Reiserouten in Österreich. Sie stößt – insbesondere an stark frequentierten Wochenenden und in der Ferienreisezeit – regelmäßig an ihre Kapazitätsgrenzen. Die Folgen sind lange Staus, erhebliche Reisezeitverluste sowie zusätzliche Belastungen der Bevölkerung in den umliegenden Gemeinden durch Ausweichverkehr auf Landes- und Gemeindestraßen, häufig ausgelöst durch Navigationsgeräte.

Sicher und entspannt über die A 10!
Drohnenfoto der A 10 Tauern Autobahn
Mit unserer neuen Plattform driveaustria.info wissen Sie schon vor der Abfahrt, was Sie auf der A 10 Tauern Autobahn erwartet. Aktuelle Verkehrsinformationen, Wartezeiten und Prognosen helfen Ihnen dabei, die Reise besser zu planen. Einfach, intuitiv und perfekt abgestimmt auf Ihre Route. Know before you go!
Drive Austria

Aktueller Stand

Die volle Wirksamkeit des mehrstufigen Programms ist für den Sommer 2027 geplant. Erste Maßnahmen und Pilotierungen erfolgen aber bereits zum Start der Sommerreisewelle 2026, wobei ein umfassendes Echtzeit-Informationsangebot zur Verkehrslage im Mittelpunkt steht: driveaustria.info

Zwischen Walserberg und Golling erfolgt an den Reisewochenende eine erste vorausschauende Geschwindigkeitsbeschränkung. Dazu kommt bereits heuer der Einsatz von zwei Drohnen bei der Mautstelle Tauern/Katschberg (St. Michael) und im Blockabfertigungsbereich vor dem Tauerntunnel (Flachauwinkl). Weiters wurde ein Lkw-Fahrverbot an reisestarken Tagen erlassen, das den Transit-Güterverkehr vom Reiseverkehr entkoppelt. 

Richtungsfahrbahn Villach

  • Von Knoten Salzburg bis Golling gilt eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 100 km/h an allen Freitagen ab 13:00 Uhr bis zum jeweils darauffolgenden Sonntag um 22:00 Uhr.
    Die Regelung gilt im Zeitraum von 3. Juli 2026 bis 6. September 2026.

    ACHTUNG:
    Von Freitag, 31. Juli 2026, 13:00 Uhr bis Sonntag, 2. August 2026, 22:00 Uhr gilt eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 80 km/h.
  • Von Paß Lueg bis Flachau gilt im Zeitraum von 3. Juli 2026 bis 6. September 2026 eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 100 km/h.

 

Richtungsfahrbahn Salzburg

  • Von Golling bis zum Knoten Salzburg gilt eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 100 km/h an allen Freitagen ab 13:00 Uhr bis zum jeweils darauffolgenden Sonntag um 22:00 Uhr.
    Die Regelung gilt im Zeitraum von 17. Juli 2026 bis 20. September 2026.
  • Vom Tauern Tunnel bis Paß Lueg gilt im Zeitraum von 17. Juli 2026 bis 20. September 2026 eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 100 km/h.

 

Beachten Sie die Tempolimits, die auf der Strecke angezeigt werden!

Überholverbote Lkw >7,5 t sowie Pkw mit Anhängerüber 750kgRichtungsfahrbahn Villach

Von Knoten Salzburg bis Werfen gilt täglich zwischen 5:00 Uhr und 22:00 Uhr ein Überholverbot für Fahrzeuge mit Anhänger über 750kg hzG

Für Lkw über 7,5t hzG gilt täglich zwischen 5:00 Uhr und 22:00 Uhr ein Überholverbot von Knoten Salzburg bis Golling.

Von Golling bis Werfen gelten rund um die Uhr die bestehenden Überholverbote im Bereich der Tunnel.

 

Richtungsfahrbahn Salzburg

Von Pfarrwerfen bis Golling gilt täglich zwischen 5:00 Uhr und 22:00 Uhr ein Überholverbot für Fahrzeuge mit Anhängern über 750kg hzG.

Von Golling bis Knoten Salzburg gilt täglich zwischen 5:00 Uhr und 22:00 Uhr ein Überholverbot für Fahrzeuge mit Anhängern über 750kg hzG sowie Lkw über 7,5t hzG.

Von Pfarrwerfen bis Golling gelten rund um die Uhr die bestehenden Überholverbote im Bereich der Tunnel.

Die zulässige Höchstgeschwindigkeit für Lkw über 7,5 Tonnen wird zwischen dem Knoten Villach und dem Knoten Salzburg in beiden Fahrtrichtungen jeweils in der Nacht von Freitag, 22:00 Uhr, bis Samstag, 05:00 Uhr auf 80 km/h angehoben.
Dies gilt von Freitag, 17. Juli 2026 bis einschließlich Samstag, 5. September 2026

Für Lkw und Sattelkraftfahrzeuge über 7,5 Tonnen gilt an bestimmten Samstagen im Sommer 2026 ein Fahrverbot.

Fahrverbot Richtung Villach (Süden)

  • An allen Samstagen von 11. Juli bis 8. August 2026
  • sowie von 22. August bis 5. September 2026
  • jeweils von 07:00 bis 15:00 Uhr.

 

Fahrverbot Richtung Salzburg (Norden)

  • An allen Samstagen von 18. Juli bis 8. August 2026
  • sowie von 22. August bis 19. September 2026
  • jeweils von 07:00 bis 15:00 Uhr.
Bestimmte Transporte, insbesondere Versorgungs-, Lebensmittel- und Einsatzfahrten, sind von den Verboten ausgenommen.

Zur Vermeidung von Ausweichverkehr ins unterrangige Straßennetz wurde für den Zeitraum 10. Juli bis 13. September 2026 folgendes behördlich verordnet:

In Fahrtrichtung Villach (Süden) ist das Befahren der Abfahrtsrampen folgender Anschlussstellen – mit Ausnahme von Fahrten mit Fahrtziel in Österreich - verboten:

  • Anschlussstelle Puch-Urstein (Exit 11)
  • Anschlussstelle Hallein (Exit 16)
  • Halbanschlussstelle Kuchl (Exit 22)
  • Anschlussstelle Golling-Abtenau (Exit 28)
  • Halbanschlussstelle Werfen (Exit 43)
  • Knoten Pongau (Exit 46)
  • Anschlussstelle Lammertal-Hüttau (Exit 56)
  • Anschlussstelle Eben im Pongau (Exit 60)
  • Anschlussstelle Altenmarkt im Pongau (Exit 63)
  • Anschlussstelle Flachau (Exit 66)
  • Anschlussstelle Flachauwinkel (Exit 74)
  • Anschlussstelle Zederhaus (Exit 92)

 

In Fahrtrichtung Salzburg (Norden) ist das Befahren der Abfahrtsrampen folgender Anschlussstellen – mit Ausnahme von Fahrten mit Fahrtziel in Österreich - verboten:

  • Anschlussstelle Flachauwinkel (Exit 74)
  • Anschlussstelle Flachau (Exit 66)
  • Anschlussstelle Altenmarkt im Pongau (Exit 63)
  • Anschlussstelle Eben im Pongau (Exit 60)
  • Fahrverbindung der Raststation Eben in die angrenzenden Gemeindestraßen
  • Knoten Pongau (Exit 46)
  • Halbanschlussstelle Pfarrwerfen-Werfen (Exit 44)
  • Anschlussstelle Golling-Abtenau (Exit 28)
  • Anschlussstelle Hallein (Exit 16)
  • Anschlussstelle Puch-Urstein (Exit 11)

7-Punkte Maßnahmenprogramm

Das aus sieben Punkten bestehende Maßnahmenprogramm „Multifunktionales Transitmanagement“ verfolgt das Ziel, den Verkehrsfluss auf der A 10 Tauern Autobahn kurzfristig und mittelfristig zu verbessern sowie Ausweichverkehr zu vermeiden oder zu reduzieren. 

Ein vollständiges Verhindern von Stau ist angesichts temporär extrem hoher Verkehrsmengen zwar nicht möglich – ein gleichmäßigerer, flüssigerer Verkehr aber sehr wohl.

Mit Reisezeit- und Prognoseservices informieren wir die Lenker:innen auf allen relevanten Kanälen über die Echtzeitverkehrslage, Zeitverlust und die zukünftige Verkehrssituation auf der A 10. Nunmehr auch länderübergreifend in Kooperation mit Deutschland und mit einem speziellen Fokus auf Frächter bzw. den Schwerverkehr.

Beschränkungen und VerboteFahrverbote bzw. Beschränkungen begünstigen eine Trennung von Reise- und Güterverkehr. Zudem ermöglichen sie eine bessere Ausnützung der vorhandenen Infrastrukturkapazitäten und dienen zur Vermeidung von Ausweichverkehr.

Für den Sommerreiseverkehr 2026 wurden bereits Geschwindigkeitsbeschränkungen, Lkw-Fahrverbote, Lkw-/Anhänger-Überholverbote, Nachtfahrverbote, Abfahrtsverbote sowie Einschränkungen für Sondertransporte verordnet.

Mittels umfangreicher Kontrollmaßnahmen im gesamten Projektgebiet wird die Einhaltung der verkehrssteuernden Maßnahmen überwacht und deren Wirkung sichergestellt, um die Einhaltung der Tempolimits im Reiseverkehr zu gewährleisten. In einem ersten Schritt wird zwischen Knoten Salzburg und Golling eine verdichtete Verkehrsüberwachung durchgeführt, um den Effekt der während der Reisezeit aktivierten Tempolimits gewährleisten zu können.

Die bestehenden Anzeigen im Zusammenhang mit der vormaligen IG-L Verordnung („Lufthunderter“) werden zu einer vollfunktionalen Verkehrsbeeinflussungsanlage erweitert. Das mit entsprechenden Tempolimits verbundene Ziel ist die Harmonisierung des Verkehrs, die das Unfall- und das Staurisiko senkt. Diese Erweiterung der Verkehrssteuerungsmöglichkeiten kommt bei Bedarf sowohl im Reiseverkehr als auch über das gesamte Jahr im Pendler:innen-Verkehr zum Einsatz.

Frühzeitige und präventive Reduktion der Geschwindigkeiten ermöglicht einen höheren Kfz-Durchsatz von A nach B bzw. im Zulauf zu den Tunnelportalen. Staus und damit einhergehend Blockabfertigung werden verhindert bzw. hinausgezögert. Die Vorgaben dafür werden anhand einer intelligenten Analyse umfangreicher vorhandener Verkehrsdaten (Algorithmus) ermittelt. Oberste Priorität hat dabei die Strecke Walserberg bis Golling als Zulaufstrecke bis zum ersten A 10 Tunnel.

Verdichtung der InfrastrukturWir bringen die bestehenden Informationsanzeigen auf den neuesten Stand der Technik – mittels Umstellung auf eine vollgrafische LED-Anzeigetechnologie. Die Erneuerung und Verdichtung der Sensoren für Verkehrsdaten und Fahrzeugklassen ermöglicht eine präzise Datenerfassung für den Zweck der Verarbeitung und Analyse, um diese wiederum punktgenau an die Verkehrsteilnehmenden über die neue Anzeigetechnologie übermitteln. In Summe werden in den betroffenen Streckenabschnitten rund 50 Sensorik-Standorte, sowie rund 50 Informationsanzeigen technisch erneuert bzw. neu errichtet.

Weiterentwicklung der effizienten Verkehrsabwicklung

Entlang der A 10 setzen wir Maßnahmen um, damit der Verkehr sicher und möglichst flüssig unterwegs ist. Ziel ist es, den Verkehr auf der Autobahn zu halten und Ausweichverkehr auf Nebenstraßen zu vermeiden. Dafür werden die Zufahrten zu stark belasteten Abschnitten besser gesteuert. Außerdem sollen Probleme beim Anfahren auf Steigungen, zum Beispiel bei Lkw oder Wohnwagen-Gespannen, verringert werden.

Besonders wichtig ist dies für die Generalerneuerung des Tauern- und Katschbergtunnels ab Herbst 2027. Mit gezielten Maßnahmen soll verhindert werden, dass Verkehr auf andere Straßen ausweicht. Auch während der Bauarbeiten soll der Verkehr möglichst gleichmäßig verteilt werden. Dafür sind neben technischen Lösungen auch rechtliche Anpassungen notwendig. Die zuständigen Behörden werden dabei eng eingebunden.

Zufluss-SteuerungEs wird eine Analyse von sinnvollen Maßnahmen zur Dosierung des auf die A 10 auffahrenden Verkehrs durchgeführt. In Frage kommen sogenannte Zuflussregelungsanlagen („Ramp Metering“). Mittels Sensoren an den Rampen und an der Hauptfahrbahn wird die Dichte des Verkehrs gemessen.  Eine Ampel an der Autobahnauffahrt dosiert mit Rot-Grün Phasen auffahrende Autos, was auch das Einordnen leichter macht und den Verkehr auf der Autobahn weniger beeinträchtigt. Sogenannte „Pförtnerampeln“ im niederrangigen Netz im Zulauf zur Autobahn wirken mit längeren Rotphasen ähnlich und machen das Ausweichen dorthin unattraktiv. Zuletzt lassen Schrankenanlagen an den Rampen ein komplettes Schließen der Anschlussstelle zu. Bei einer solchen temporären Sperre ist der Regionalverkehr über das untergeordnete Netz abzuwickeln.