Erfolgreiche Prüfung des Vorprojekts der S 18 ist Meilenstein für weitere Projektentwicklung
Intensive Arbeit an straßenbaulicher Detailplanung als nächster Schritt – Informations-Offensive bis Ende des Jahres vorgesehenDas größte Straßenprojekt im Westen Österreichs hat eine wesentliche weitere Hürde genommen: Mit der erfolgreichen Prüfung des Vorprojekts der sogenannten CP-Variante durch das zuständige Ministerium erfolgen nunmehr die nächsten Schritte.
„Investitionen in die Infrastruktur sind Investitionen in die Zukunft – dafür wenden wir in den kommenden Jahren mehr als eine halbe Milliarde Euro in Vorarlberg auf. Die S 18 Bodensee Schnellstraße ist ein Schlüsselprojekt. Die umfassend geprüfte CP‑Variante ermöglicht eine Lösung, die Verkehr aus den Orten holt und die Menschen spürbar entlastet. Ressourcenschonende Planungen und ein hoher Tunnelanteil sind fixer Bestandteil – so schaffen wir Mobilität, die Rücksicht nimmt und Zukunft hat. Die S 18 verbindet leistungsfähige Infrastruktur mit klaren Zielen: weniger Stau, bessere Erreichbarkeit und planbare Rahmenbedingungen für die Wirtschaft“, so ASFINAG-Vorstand Hartwig Hufnagl.
Die ASFINAG erarbeitet nunmehr intensiv die straßenbauliche Detailplanung und bereitet alle notwendigen Schritte zur Einreichung der Unterlagen zur Umweltverträglichkeitsprüfung vor. Aus aktueller Sicht soll dies bis zum Jahr 2028 erfolgen.
„Die Prüfung durch das Ministerium hat gezeigt, dass mit unseren Optimierungen in der Planung deutliche Verbesserungen hinsichtlich der Genehmigungsfähigkeit erzielt wurden. Wesentlich dabei ist unser Augenmerk auf eine ressourcenschonende Umsetzung mit möglichst geringem Bodenverbrauch. So sind zwei Drittel der gesamten Strecke als Tunnel geplant. Das Allerwichtigste jedoch ist die umfassende verkehrliche Entlastungswirkung für Gemeinden und Straßen in Vorarlberg. Wir arbeiten nun an den Einreich-Unterlagen als Grundlage für das notwendige UVP-Verfahren“, bestätigt ASFINAG-Geschäftsführer Alexander Walcher.
Verkehrsentlastung für das Untere Rheintal
Die S 18 Bodensee Schnellstraße soll auf rund acht Kilometern Länge die A 14 Rheintal Autobahn mit dem Schweizer Autobahnnetz verbinden und damit eine Verkehrsentlastung für die Gemeinden im Unteren Rheintal gewährleisten. Der kooperative, konsensorientierte bisherige Planungsprozess wird mit derselben Qualität weitergeführt – so ist noch für 2026 seitens der ASFINAG eine Informations-Kampagne zur S 18 vorgesehen, um Vorarlbergerinnen und Vorarlberg über die Details offen und transparent zu informieren.
Durch die größtenteils unterirdische Trassenführung entlang des östlichen Ortsrands von Lustenau sowie in Höchst wird die Beeinträchtigung der Anrainer:innen sowie des Erholungsgebietes Lustenauer Ried reduziert, während durch die Anschlussstellen Höchst und Lustenau Nord/Süd eine Verlagerung des Schwerverkehrs auf das übergeordnete Straßennetz gewährleistet wird. Die Optimierungen tragen dem Ziel einer geringen Flächenbeanspruchung Rechnung und sorgen gleichzeitig für eine Aufwertung des Erholungsgebiets sowie für eine Entlastung des Ortskerns vom Schwerverkehr.